Brandschutzbegehung

Brandschutzbegehungen

Das Sicherheitsniveau erhalten

Bauwerke werden immer nach dem Stand der Technik und dem höchst möglichen Sicherheitsniveau errichtet.

Damit das Sicherheitsniveau erhalten bleibt sind regelmäßige Brandschutzbegehungen zwingend erforderlich. Im Laufe des Lebenszyklus eines Objektes kommt es immer wieder zu Umbauten oder Änderungen der Nutzung. Weiterhin benötigen wichtige Brandschutzeinrichtungen eine Regelmäßige Inspektion und Wartung um den Funktionserhalt zu gewährleisten.

Brandschutzbegehungen beschäftigen sich daher immer mit allen drei Facetten des vorbeugenden Brandschutzes:

  • Organisatorischer Brandschutz
  • Baulicher Brandschutz
  • Anlagentechnischer Brandschutz
 

Üblicherweise werden diese Begehungen durch internen oder externe Brandschutzbeauftragte durchgeführt. Bei komplexeren Änderungen sind jedoch auch Begehungen durch zum Beispiel Brandschutzfachplaner notwendig.

Ergänzend gibt es noch regelmäßige Begehungen durch die örtliche Brandschutzdienststelle, die Abhängig von Art und Nutzung des Objektes auf Grundlage des Baurechts durchgeführt werden.

Das Sicherheitsniveau eines Bauwerks und die damit verbundenen Anforderungen richten sich an Faktoren, wie Bauart und Nutzung.

Als Grundlage dient hier unter anderem das Baurecht, so besagt §14 der Musterbauordnung:

„Bauliche Anlagen sind so anzuordnen, zu errichten, zu ändern und instand zu halten, dass der Entstehung eines Brandes und der Ausbreitung von Feuer und Rauch vorgebeugt wird und bei einem Brand die Rettung von Menschen und Tieren sowie wirksame Löscharbeiten möglich sind“

Weitere Anforderungen ergeben sich zudem aus dem Arbeitsrecht und technischen Regelwerken.

Aus dem rechtlichen Anforderungen ergeben sich die Brandschutz-Schutzziele, deren Erfüllung im Brandschutzkonzept oder Brandschutznachweis definiert wird:

  • Entstehung eines Brandes vorbeugen
  • Brandausbreitung vorbeugen
  • Rettung von Menschen und Tieren ermöglichen
  • Wirksame Löscharbeiten ermöglichen

 

Im Laufe der Nutzungsdauer eines Objektes kommt es jedoch erfahrungsgemäß immer wieder zu Änderungen am eigentlichen Bauwerk, der Nutzung oder durch äußere Einflüsse, wie aktuelle Regelwerke.

Die Brandschutz-Schutzziele müssen auch bei Veränderungen immer erfüllt werden. Sollte ein Baustein des Brandschutzkonzept ausfallen, sind kompensierende Maßnahmen zu treffen.
Fällt zum Beispiel die geforderte Brandmeldeanlage aus, sind geeignete Maßnahmen zur Branderkennung und Alarmierung zu treffen. Diese wären unter Umständen die Stellung von permanenten Brandwachen.

Organisatorischer Brandschutz

Was beinhaltet der Organisatorische Brandschutz?

Der organisatorische Brandschutz beinhalte alle Maßnahmen des Brandschutzes rund um die Menschen, die sich in dem Objekt aufhalten.

Hierzu zählen unter anderem alle notwenigen:

  • Brandschutzdokumente.
  • regelmäßige Schulungen.
  • Kennzeichnung und das Freihalten von Rettungswegen.
  • die Instandhaltung und Wartung der baulichen und technischen Brandschutzeinrichtungen.

 

Die Pflicht der Überprüfung.

Die Pflicht der Überprüfung der organisatorischen Brandschutzmaßnahmen ergibt sich aus verschiedenen Rechtsbereichen, wie dem Arbeitsrecht, dem Baurecht, dem Bauprodukterecht oder auch aus Normen und Herstellervorgaben.

  • Feuerwehrpläne  
    • Alle 2 Jahre oder bei Änderungen 
    • Durch befähigte Person 
  • Flucht- und Rettungspläne 
    • Alle 2 Jahre oder bei Veränderungen 
    • Durch befähigte Person 
  • Feuerlöscher Ausbildung / Brandschutzhelfer 
    • Alle 3-5 Jahre 
    • Nach DGUV Richtline 205-023 
  • Fortbildung für Brandschutzbeauftragte 
    • 16 Lerninhalten in 3 Jahren 
    • Nach vfdb Richtline 12/19-01 
  • Brandschutzordnung 
    • Alle 2 Jahre oder bei Veränderung 
    • Durch fachkundige Person (DIN 14096) 
Info !

Gemäß der Ursachenstatistik des Instituts für Schadensverhütung und Schadensforschung sind 20% aller Brände auf menschliches Fehlverhalten zurück zu führen. Damit handelt es sich nach Bränden durch Elektrizität um die zweithäufigste Brandursache in Deutschland.

organisatorischer brandschutz
baurechtlicher brandschutz

Baulicher Brandschutz

Vor Brandausbreitung schützen 

Der bauliche Brandschutz beinhaltet die Auswahl der geeigneten Baustoffe, die Einteilung eines Objektes in Brandabschnitte oder auch die Auswahl der richtigen Bauprodukte. 

Häufig werden während der Nutzung eines Objektes bauliche Veränderungen durchgeführt. Diese Veränderungen sind zum Beispiel, dass Verlegen neuer Kabelleitungen, der Einbau neuer Türen oder eine neue Raumaufteilung. Hier ist es unabdingbar, dass diese Veränderungen sich nicht negativ auf die geplanten Brandschutzmaßnahmen auswirken oder diese entsprechen angepasst werden. 

  • Brandschutztüren ohne Feststellanlagen 
    • „Müssen stets im einwandfreien Zustand gehalten werden“ 
    • Durch befähigte Person 
  • Brandschutztüren mit Feststellanlagen  
    • Jährlich 
    • Durch fachkundige Person 

Anlagentechnischer-Brandschutz

Brände klein halten und Rauch ableiten 

Zum anlagentechnischen Brandschutz gehört die technische GebäudeausstattungHierzu zählen unter anderem Rauchansaugsysteme, Brandmeldeanlagen oder auch Sprinkler. 

Zur Erfüllung der Schutzziele müssen auch die brandschutztechnischen Anlagen immer in einen funktionsfähigen Zustand sein. Zum Funktionserhalt ist die regelmäßige Wartung zwingend erforderlich. Ebenso wichtig ist aber auch, dass im Rahmen von Begehungen Schäden oder Funktionseinschränkungen schnell erkannt werden. 

  • Brandmeldeanlagen 
    • Alle 3 Monate 
    • Durch befähigte Person 
  • Wandhydranten 
    • Jährlich 
    • Durch fachkundige Person 
  • Steigleitungen 
    • Jährlich 
    • Durch fachkundige Person 
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