Feuerlöscher

Beratung rund um das Thema Löschmittel

Mit unserer Expertise helfen wir Ihnen bei der Löschmittelberechnung, sowie bei Auswahl und Platzierung der richtigen Feuerlöscher. Auf Wunsch bieten wir Ihnen auch gerne ein Feuerlöschertraining an.  

feuerloescher arten

Feuerlöscher Arten

Die verschiedenen Typen von Feuerlöschern

Es gibt verschiedene Arten von Feuerlöschern, die sich Anhand des verwendeten Löschmittels, Größe und vor allem dem Löschvermögen, also der Leistung des Feuerlöschers, unterscheiden.

Entscheidend ist, dass das Löschmittel, wie zum Beispiel Pulver oder Schaum, für den jeweiligen Brand geeignet ist. Brände werden hier in Brandklassen eingeteilt

Zudem sollte ein tragbarer Feuerlöscher nicht zu schwer sein, sodass er von allen Nutzerinnen und Nutzern eingesetzt werden kann.

  • Wasserfeuerlöscher, Schaumfeuerlöscher, Glutbrandpulverfeuerlöscher sind für Brandklasse A – Feste Stoffe vorgesehen.
  • Kohlendioxidfeuerlöscher, Schaumfeuerlöscher, Pulverfeuerlöscher, Glutbrandpulverfeuerlöscher sind für Brandklasse B – Flüssige Stoffe vorgesehen.
  • Glutbrandpulverfeuerlöscher, Pulverfeuerlöscher sind für Brandklasse C – Gase vorgesehen
  • Metallbrandpulverfeuerlöscher (!Kein Wasser Verwenden!) sind für Brandklasse D – Metalle vorgesehen
  • Fettbrandlöschmittel, (!Kein Wasser Verwenden!) sind für Brandklasse F – Speiseöle und Fette vorgesehen.
Info

Feuerlöscher sind in Deutschland nach der Europäischen Norm EN 3 normiert. Sie gehören neben den Löschdecken und Löschsprays zu der Gruppe der handbetätigten Geräte für die Brandbekämpfung.

Brandklassen

Feuerlöscher Brandklassen

In Europa (Norm: EN 2) wird zwischen 5 verschiedenen Brandklassen unterschieden. Diese richten sich nach der Art des Brennstoffes und sind entscheidend, für die Auswahl der richtigen Löschmittel. 

Aufgrund der Kennzeichnung nach Brennstoff sieht die europäische Norm keine Brandklasse für Brände an elektrischen Anlagen vor. Feuerlöscher nach dieser Norm (EN 3) können bei Einhaltung des abgedruckten Sicherheitsabstandes immer bei elektrischen Anlagen verwendet werden. 

Hinweis

Einige Regionen weltweit verwenden eine Brandklasse für elektrische Brände. So zum Beispiel im US-amerikanischen NFPA 10. Hier sind vor allem einige Wasser-Feuerlöscher nicht für Brände an elektrischen Anlagen geeignet. Dieses liegt unter anderem am Löschmittel und Sprühbild.

brandklasse a

Brandklasse A

Brände fester Stoffe, die normalerweise unter Glutbildung verbrennen

brandklasse b

Brandklasse B

Brände von flüssigen oder flüssig werdenden Stoffen

brandklasse c

Brandklasse C

Brände von Gasen

brandklasse d

Brandklasse D

Brände von Metallen

brandklasse f

Brandklasse F

Brände von Speiseölen und -fetten in Frittier- und Fettbackgeräten und anderen Kücheneinrichtungen

Hinweis

Für die Brandklassen C und D gibt es keine unterschiedlichen Löschvermögen, Es wird nur der Kennbuchstabe für die Brandklasse angegeben.

Leistungsmerkmale von Feuerlöschern

6 Kilo sind nicht immer 6 Kilo

Bei der Auswahl der richtigen Feuerlöscher können leicht Fehler gemacht werden, denn das Füllgewicht eines Feuerlöschers sagt nur wenig über die Leistung aus.
Entscheidend für die Wahl des geeigneten Feuerlöschers sind neben der geeigneten Brandklasse, das Löschvermögen eines Feuerlöschers in Verbindung mit den benötigten Löschmitteleinheiten für den betroffenen Bereich.  

Das Löschvermögen wird anhand von Tests ermittelt und ist immer auf dem Feuerlöscher gekennzeichnet. 

Feuerlöscher werden bei Ihrer Zulassung getestet und entsprechend eingruppiert. Abhängig von der Ausdehnung des Brandes, der mit einem Feuerlöscher erfolgreich niedergeschlagen werden kann, wird dieser eingruppiert. Je höher also die Zahl, desto größer war der bezwungene Testbrand. Der Buchstabe bezieht sich immer auf die jeweilige Brandklasse.

LE Brandklasse A Brandklasse B
1
5A
21B
2
8A
34B
3
-
55B
4
13A
70B
5
-
89B
6
21A
113B
9
27A
144B
10
34A
-
12
43A
183B
15
55A
233B
Löschvermögen (gemäß DIN EN 3-7:2007-10)
Hinweis

Achten Sie bei den Einsatz von Löschsprays auf die Herstellerangaben. Nicht alle Löschsprays verfügen über 2 Löschmitteleinheiten. Auf dem Löschspray muss zwingend mindestens 8A für Feststoffbrände oder 34B bei Flüssigkeitsbrände angeben sein.

Löschmitteleinheiten berechnen

Löschmitteleinheiten richtig berechnen.

Die Notwendigkeit von Feuerlöschern ergibt sich aus dem jeweiligen Baurecht der Länder und aus dem Arbeitsrecht.

Die Arbeitsstättenrichtlinie ASR A2.2 definiert, wie viele Feuerlöscher am Arbeitsort benötigt werden. Zur richtigen Berechnung wird das Löschvermögen einer Anzahl von Löschmitteleinheiten (LE) zugeordnet. Abhängig von den vorhandenen Brandklassen und der Fläche des Objektes können der Löschmittelbedarf und somit auch die Anzahl der benötigten Feuerlöscher berechnet werden.

Aufgrund der folgenden Anforderungen an die Standorte von Feuerlöschern werden jedoch unter Umständen mehr Feuerlöscher benötigt, als die Berechnung fordert.

Im Regelfall sollen einzelne Feuerlöscher über mindestens 6 Löschmitteleinheiten verfügen. Zudem muss auf jedem Geschoss mindestens ein Feuerlöscher mit 6 Löschmitteleinheiten platziert werden.
Bei einer Gewichtsersparnis von 25%, deutlich kürzeren Zugriffswegen und wenn genügend Brandschutzhelfer vorhanden sind, dürfen auch Feuerlöscher mit 2 Löschmitteleinheiten, wie zum Beispiel hochwertige Löschsprays, verwendet werden.

Standort von Feuerlöschern

Wo müssen Feuerlöscher hin?

Neben der Auswahl der richtigen Feuerlöscher ist es natürlich genau so wichtig, dass diese im Notfall schnell erreichbar sind.
Hierzu sind neben den Laufwegen auch die Höhe, in der ein Feuerlöscher angebracht wird, zu berücksichtigen. Denken Sie hierbei auch immer an die Nutzerinnen und Nutzer des Objektes. Unter Umständen ist es sinnvoll, ergänzend zu Feuerlöschern auch zugelassene Löschsprays einzusetzen.

Auch das Gewicht des Feuerlöschers spielt eine Rolle. Auch bei großen Löschmittelbedarf ist es ratsam lieber mehrer leichte Feuerlöscher in kürzeren Abständen zu platzieren als einen großen und vor allem schweren.

Die Arbeitsstättenrichtlinie ASR A2.2. gibt folgende Anforderungen vor:

  • Gut sichtbar und erreichbar mit Kennzeichnungssymbol.
  • Vorzugsweise in Fluchtwegen oder an Ausgängen.
  • Nicht mehr als 20 m Laufweg zum nächsten Feuerlöscher.
  • Löscher so anbringen, dass die Griffhöhe sich 80 cm – 120 cm über den Boden befindet.
 

Info: Abhängig von der Gefährdungsbeurteilung können die Anforderungen variieren.

  1.  
Hinweis

Feuerlöscher dürfen auch in nicht verschlossenen Schränken positioniert werden. Hier ist die richtige Kennzeichnung ebenso zwingend erforderlich. Auch wenn es architektonisch verlockend ist, bitten wir Sie darum, die Feuerlöscher nicht zu "tarnen" oder optisch im Raum verschwinden zu lassen. 

Brandklasse A – Feste Stoffe
Wasser, Schaum, Glutbrandpulver

Brandklasse B – Flüssige Stoffe
Kohlendioxid, Schaum, Pulver, Glutbrandpulver

Brandklasse C – Gase
Glutbrandpulver, Pulver

Brandklasse D – Metalle
Metallbrandpulver (
!KEIN WASSER VERWENDEN!)

Brandklasse F – Speiseöle und Fette
Fettbrandlöschmittel, (!KEIN WASSER VERWENDEN!) 

Generell wird in Deutschland zwischen zwei Feuerlöscher-Arten unterschieden:

Dauerdruck Feuerlöscher

Auflade Feuerlöscher

Feuerlöschsprays
Seit einigen Jahren gibt es zudem noch Löschsprays. Wenn diese über mindestens 2 Löschmitteleinheiten verfügen, dürfen auch Löschsprays nach DIn SPEC 14411 als Feuerlöscher eingesetzt werden.

„Traditionelle“ Feuerlöscher
In der Regel müssen Feuerlöscher nach DIN EN 3 alle 2 Jahre von einer sachkundigen Person geprüft werden. Die Sachkunde ist in der DIN 14406-4.
Zudem muss spätestens alle 4 Jahre das Löschmittel im Feuerlöscher geprüft werden. Dieses entfällt bei Kohlendioxid Feuerlöschern.

Dauerdruck Feuerlöscher müssen zudem alle 5 Jahre eine innere Prüfung gemäß  BetrSichV erhalten. Nach 10 Jahren ist eine äußere Festigkeitsprüfung vorgeschrieben.

„Neuartige“ Feuerlöscher – 10 Jahre wartungsfrei
Seit einigen Jahren gibt es 

Wasser
Geeignet für die Brandklasse A

Schaumlöschmittel
Geeignet für die Brandklassen A und B*
*Einige Schaumlöschmittel sind auch für die Brandklasse F zugelassen

Glutbrandpulver
Geeignet für die Branklassen A, B und C

Pulver
Geeignet für die Brandklassen B und C

Metallbrandpulver
Geeignet für die Brandklasse D

Kohlendioxid
Geeignet für die Brandklasse B

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